Das Projekt Vom Trauma zum Traum richtet sich an Jugendliche an berufsbildenden Schulen, die aus krisengebeutelten Ländern wie dem Irak, Afghanistan oder dem Iran stammen und durch die traumatischen Erlebnisse in ihren Herkunftsländern stark beeinträchtigt sind.
Diese jungen Menschen wollen hier ankommen und brauchen eine gewisse Zeit, um den richtigen Weg zu finden. In ihnen steckt ein großes Potenzial und sie brauchen Chancen, um es in Zukunft nutzen zu können. Die komplexe Problemlage dieser Jugendlichen verhindert häufig einen erfolgreichen Schulbesuch.
In dem Projekt werden muttersprachliche Interviews mit den Jugendlichen geführt, in denen ihre Qualifikationen, Fähigkeiten und Potenziale ermittelt werden und zugleich das Trauma verarbeitet wird. Diese muttersprachlich narrativen Interviews sind eine Möglichkeit, im freien Sprechen ungefiltert die eigene Geschichte zu erzählen – frei und ohne Bewertung. Jugendliche, die aus Kriegen zu uns kommen, haben viel erlebt und es tut ihnen gut, dies auszusprechen.
Des Weiteren werden die Jugendlichen auf ihrem Bildungsweg individuell gefördert. Durch Integrationschoaching und Sprachvermittlung wird ihnen ein Zugang zum deutschen Bildungssystem ermöglicht, der ihren individuellen Potenzialen entspricht.