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Das Stipendiumprogramm im sechsten Jahr

Nach der Verleihung trafen sich die Gäste und die Stipendiaten zu einem regen Austausch bei  Fingerfood und Getränken. Hier konnten sich die neuen Stipendiaten beim alten Stipendiaten noch ein paar Tipps abholen.

Wir wünschen allen Stipendiaten viel Erfolg auf ihrem beruflichen Lebensweg.

Die Hamburger Stiftung für Migranten dankt der Böttcher Stiftung und dem Lions Club Moorweide sehr herzlich für die Unterstützung und Mitgestaltung des Stipendienprogramms 2017.

Das war 2016...

Berufsbilder beim NDR

Berlin war für die Stipendiaten eine Reise wert

Berlin im Bundestag

Im Rahmen des Stipendienprogramms fand vom 3. bis zum 5. Juni 2016 die diesjährige politische Bildungsreise nach Berlin statt. In diesem Jahr haben die Hamburger Stiftung mit Ihren Stipendiaten und ASM e.V. mit den Auszubildenden des Azubi-Stammtischs die Berlinreise gemeinsam unternommen.

Während der zweitägigen Bildungsreise standen Besuche des Holocaust-Denkmals, des Mauermuseums, des Deutschen Bundestages mit Besuch einer Plenarsitzung und eine Stadtrundfahrt auf dem Programm.

Nach einer entspannten und kurzen Zugfahrt galt der erste Besuch in Berlin dem Bundestag. Nach den ersten Sicherheitskontrollen ging es in das Reichstagsgebäude und wir nahmen an einer Plenarsitzung teil. Aufgrund der Erkrankung von Frau Cemile Giousouf (CDU-Bundestagsabgeordnete) wurde das geplante Gespräch leider kurzfristig abgesagt. Für die Jugendlichen war es sehr spannend den Bundestag einmal von innen gesehen zu haben. Die Begehung der Reichstagskuppel und der freie Blick auf das Regierungsviertel und auf Teile von Berlin waren für die Jugendlichen sehr beeindruckend.

Am nächsten Morgen – nicht alle sahen ausgeschlafen aus – holte uns ein Bus ab und die Stadtrundfahrt brachte uns zu den bekanntesten historischen und kulturellen Orten der damals geteilten Stadt Berlin. Ein Stopp an der Eastside Galery mit einigen Hintergrundinformationen zum Mauerbau und den daraus folgenden Fluchtversuchen durften nicht fehlen.

Im Anschluss ging es zum bekanntesten Berliner Grenzübergang durch die Berliner Mauer, dem „Checkpoint Charly". Er verband von 1961 bis 1990 den sowjetischen mit dem amerikanischen Sektor. Hier beeindruckten die Jugendliche insbesondere die kreativen Fluchtversuche und – gegenstände. „Was die sich alles einfallen lassen haben." bemerkte ein Stipendiat kopfschüttelnd, als er die kleine Isetta sah.

Ceckpoint Charlie

Wer Lust hatte konnte Berlin für ein paar Stunden auf eigene Faust erkunden, bevor wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen in Schöneberg trafen. Das Café „Trotzdem" kooperiert mit einem Refugee Projekt, deren Flüchtlinge aus afrikanischen Staaten stammen und uns an diesem Abend mit senegalesischem Essen und Herzlichkeit verwöhnten.

Der dritte Tag fing nach dem Frühstück mit einem entspannten Spaziergang zu den letzten Programmpunkten der Reise an. Unser erster Besuch galt dem Holocaust-Mahnmal und dem unter dem Stelenfeld gelegenen Informationszentrum. Hier haben die Jugendlichen einen intensiven Einblick in die Vernichtungspolitik des Naziregimes erhalten. Einige Jugendliche berichteten, dass Sie bereits viele Filme über dieses Thema gesehen haben.

Stelenfeld

Weiter ging es zum Denkmal der ermordeten Roma und Sinti unweit des Holocaust Mahnmals.

Das Brandenburger Tor war nach einem Mittagsimbiss der letzte Programmpunkt zum Abschluss der Berlinreise.

Mit dreieinhalb stündiger Verspätung kamen wir am späten Abend in Hamburg an.

O-Töne

„Berlin ist auch schön, aber Hamburg ist schöner!"

„Alles war schön und interessant."

„Am besten hat mir das Informationszentrum unter dem Denkmal gefallen."

„Das war gut, dass wir mal im Bundestag waren und gesehen haben, wo die Politiker immer sind."

„Die Reden waren aber langweilig."

Hamburger Stiftung für Migranten verleiht fünf Stipendien an Auszubildende mit Migrationsbiografie

Die Hamburger Stiftung für Migranten lud am 14. Januar 2016 in die Räume des CVJM an der Alster ein, um die diesjährigen Stipendiaten zu ehren. Aus zahl- reichen Bewerbern wurden in einem Auswahlverfahren fünf Auszubildende ausgewählt, die einen besonderen Unterstützungsbedarf aufzeigten, damit ihre Ausbildung erfolgreich beendet werden kann.

                                Stipendium 2016 

Die Moderation übernahm an diesem Abend Behnaz Samadi, Mitarbeiterin der Hamburger Stiftung für Migranten.

 Stipendium 2016   

In diesem Jahr konnten die Stipendien erstmals mit der finanziellen Förderung der Böttcher Stiftung und des Lions Club Moorweide gefördert werden.

Herr Walter Hurling vom Lions Club Moorweide beschrieb in seinem Grußwort die Geschichte des Lions Club und ihre Ausrichtung „Du kommst nicht sehr weit, bis Du beginnst, etwas für andere zu tun“. Wie ist der Lions Club auf die Hamburger Stiftung für Migranten aufmerksam geworden? Herr Hurling betreut einen jungen Flüchtling, der sich in einer Ausbildung befindet. Über seinen Lebensweg wurde in einem Presseartikel berichtet. Dabei wurden die Angebote der Hamburger Stiftung für Migranten und der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V. beschrieben.

   

Der Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Urkunden an die Stipendiaten. Zum fünften Mal hat die Hamburger Stiftung für Migranten Stipendien an junge Auszubildende mit Migrationsbiografie verliehen. Dieses Stipendium richtet sich an Auszubildende im ersten und zweiten Ausbildungsjahr, die eine gute praktische Arbeit im Betrieb vorweisen, jedoch bei den schulischen Leistungen in der Berufsschule auf Herausforderungen stoßen, die sie allein nicht bewältigen können und dabei Unterstützung brauchen. Um dieser Problemlage entgegenzuwirken, initiierte der vor zwei Jahren verstorbene Mitbegründer der Hamburger Stiftung für Migranten, Mehmet Keskin, 2009 das Stipendiumprogramm. Mit Worten der Erinnerung an Mehmet Keskin wurde das „Mehmet-Keskin-Stipendium“ dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen. Die Unterstützung von jungen Flüchtlingen auf dem Weg in die Ausbildung und ihre Begleitung bis zum erfolgreichen Abschluss lag Mehmet Keskin ganz besonders am Herzen.

Der Vorstandsvorsitzende Herrn Engin Sönmez überreichte den Stipendiaten die Urkunden und einen Strauß Blumen.

                        

Die Ausgezeichneten bedankten sich für das Stipendium und die Chance, die ihnen für ihre Ausbildung gegeben wurde. Sie berichteten schon von sehr konkreten Überlegungen, welche Maßnahmen sie für sich als geeignet ansehen.

 

   Ausbilder

                                                                               

      

 

               

 

Bei Fingerfood und Getränken gab es regen Austausch zwischen allen Anwesenden und lobende Worte für das Stipendienprogramm und die Veranstaltung. Neben der Anerkennung für die Stipendiaten bot die Veranstaltung auch eine Plattform, sich kennenzulernen und mehr von den unterschiedlichen Biografien der Stipendiaten zu erfahren. Schön anzusehen war der rege Austausch zwischen den „Stipendiaten 2015“ und den „Stipendiaten 2016“, die sich noch den einen oder anderen Tipp abholten oder gaben.

Wir wünschen allen Stipendiaten viel Erfolg auf ihrem beruflichen Lebensweg.

Die Hamburger Stiftung für Migranten dankt der Böttcher Stiftung und dem Lions Club Moorweide für die Unterstützung und Mitgestaltung des Stipendienprogramms 2016.

Ein weiterer Dank gilt der HIT–Stiftung – Kinder brauchen Zukunft, die mit Ihrer Förderung das Coaching und Begleitprogramm der Stipendiaten unterstützt.